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Kurz und knapp: Das Westindische Lagerhaus in Kopenhagen ist ein historisches Gebäude, in dem Waren aus Dänemarks Kolonien gelagert wurden.
Das Westindische Lagerhaus, oder Vestindisk Pakhus, ist ein markantes Gebäude am Wasser, entworfen vom Architekten Caspar Frederik Harsdorff und zwischen 1780 und 1781 erbaut.
Es diente einst der Dänischen Westindien-Kompanie zur Lagerung von Kolonialwaren wie Zucker, Kaffee und Rum, die aus Dänisch-Westindien verschifft wurden — ein Handel, der auf der Zwangsarbeit von schätzungsweise 100.000 bis 120.000 versklavten Afrikanern beruhte, die von dänischen Schiffen transportiert wurden.
Im achten Stock ist das „Königszimmer“ mit seiner Originaltapete und den Stühlen aus der Zeit der Handelskommission erhalten. Heute beherbergt das Lagerhaus die Königliche Gipsabguss-Sammlung mit über 2.000 Gipsabgüssen von Skulpturen aus aller Welt sowie Kostüme des Königlichen Dänischen Theaters. Direkt davor steht die Skulptur „I Am Queen Mary“, die an Mary Leticia Thomas erinnert, eine Anführerin im Kampf gegen die dänische Kolonialherrschaft.

